Diese Woche sagte eine Kollegin zu mir. : „Wir sollten nie aufhören zu meckern. Das ist der Grund warum es uns noch besser geht als den Arbeitern in China.“ (Nicht wörtlich, aber sinngemäß). Ich glaube sie hat recht. Deutsche sind miesepetrig, meckern gerne und werden aufmüpfig, wenn sie das Gefühl haben irgendwas von ihren Privilegien zu verlieren. An vielen Stellen mögen diese Eigenschaften auch den Fortschritt behindern, aber es sind auch schützende Eigenschaften.
Die neoliberale Maxime versucht unter anderem alles um den Faktor Arbeit so billig wie möglich zu machen. So Dinge wie Angestelltenrechte, Umweltschutzrechte und Lohnniveaus stören dabei vorwiegend. Doch trotz zahlreicher Angriffe, angefangen von Hartz 4 über die Leiharbeit bis hin zur Schwächung der Gewerkschaften sind wir verglichen mit anderen Ländern wie der USA oder China immernoch auf einem recht erträglichen Niveau. Das was uns schützt und den Abbau bremst sind die Meckerer. Das sind die, die sich einen Abbau nicht gefallen lassen. Das sind diejenigen, die auf die Strasse gehen und Protestieren. Oder sich gleich persönlich bei den Abgeordneten vorstellen. Das sind die, die einen Protest im Unternehmen beginnen. Und es sind diejenigen, die sich organisieren, so dass sich manche Firma nicht traut ihr Mitarbeiter komplett mies zu behandeln. Es sind diejenigen, die vor Schröder die SPD gewählt haben und dies heute trotz Parteibuch nicht mehr tun. Kurz: Es sind die Schutzbürger.